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Reverse Mentoring – 5 Tipps damit der Quick-Win auch ein nachhaltiger Erfolg wird

Aktualisiert: Apr 9

Wertvoller Austausch zwischen den Generationen.



2019 war das Jahr, in dem der Generationen Clash so deutlich wie nie wurde. Kontroversen mit Greta und dem Klima, das Auseinanderdriften gemeinsamer Realitäten durch neue Stars wie Apache 207 und Capital Bra und schließlich das „WDR Omagate“ zeigen: Es braucht dringend mehr Dialog zwischen Alt und Jung. „OK, Boomer“? Damit sind wir direkt beim Thema.


Für uns ist ein Schlüsselelement jeder Transformation der Austausch, die Diskussion, der Dialog. In diesem Beitrag wollen wir die Bedeutung von Reverse Mentoring hervorheben. Was genau ist das überhaupt?

So viel am Anfang: Reverse Mentoring ist eines unserer absoluten Leidenschaftsthemen – es ist wirksam, erlebbar und dabei so genial einfach umsetzbar wie kaum ein anderes Format. Dass die Generationen miteinander sprechen müssen, drängt sich aktuell auf wie kein zweites Thema.






Generationsübergreifender Austausch ist ein Schlüsselelement der Transformation





Überblick Reverse Mentoring: Verständnis schaffen, kulturellen Wandel fördern Gewohnheiten und Konsumverhalten verändern sich. Das ist ganz normal. Die Generationen driften auseinander, geteilte gemeinsame Realitäten schwinden. Neue Technologien, Produkte, und und und… Hinzu kommt dann auch noch ein dramatisch wachsender Nachwuchs- und Fachkräftemangel mit neuen Anforderungen an Unternehmen und Führungskräfte.

Reverse Mentoring hilft, diesem „Auseinanderdriften“ entgegenzuwirken. Dabei ist es mehr als ein Austausch zu Digitalisierung: Es fördert den kulturellen Wandel im Unternehmen mit dem Ziel, digitales Knowhow und ein neues Mindset in der Organisation zu verankern. Es geht eben nicht um theoretisches Wissen, bunte Sitzsäcke und schöne Plakate in der Lobby, sondern um einen lebendigen Austausch, ein Kennenlernen der Lebenswelten unterschiedlicher Generationen.

Reverse Mentoring stellt das klassische Mentoring auf den Kopf. Hier lernen die „Digital Immigrants“, also die vor 1981 Geborenen, von den „Digital Natives“. Das können Nachwuchskräfte, Berufsanfänger oder einfach junge Mitarbeiter sein. Sie haben die technologische Entwicklung quasi bereits mit der Muttermilch aufgesogen.

Digital Natives geben das Tempo in den Märkten vor und sind mit ihren veränderten Gewohnheiten ein wesentlicher Grund dafür, dass herkömmliche und seit vielen Jahrzehnten bestehende Geschäftsmodelle immer stärker angegriffen werden. Außerdem sind Digital Natives durch verändertes und steigendes Konsumverhalten eine äußerst relevante Zielgruppe.





5 Tipps von Paul, um aus Reverse Mentoring einen nachhaltigen Erfolg zu machen

In letzter Zeit war ich in vielen Konzernen, im Mittelstand, in Kirche oder Politik unterwegs, habe Reverse Mentoring-Programme aufgebaut oder manchmal selbst als Mentor Führungskräfte und Vorstände bei der Transformation unterstützt.

Ich begegne Managern, die ihre eigene Unternehmens-App nicht nutzen, Führungskräften, die Home-Office strikt ablehnen oder sehe unterirdische Social Media-Auftritte. Zumindest auf den ersten Blick muss man sagen: Die Herausforderungen sind überall ziemlich dieselben.

Also, was kann man tun?


Tipp 1: CxO Reverse Mentoring: Der größte Hebel sitzt aber ganz oben Grass-Roots Movements an der Basis sind super wichtig. Mit einem Reverse Mentoring-Programm würde ich aber ganz oben anfangen. Gerade hier gilt: Ein Zentimeter Veränderung an der Spitze bringt viele Meter an der Basis. Die Veränderung muss vorgelebt werden. Ganz oben. Das Top Management muss dran glauben und vor allem mitmachen. Als erstes! Fangt hier an. Die Signalwirkung ist aus meiner Erfahrung enorm. Untere Führungsebenen wollen dann ganz schnell auch mitmachen (Pull!).


Tipp 2: Verantwortlichkeit auf beiden Seiten Mehrwert entsteht nicht durch eine klassische „Berater-Konsumenten-Haltung“ zwischen Mentor und Mentee, sondern durch offenen Austausch unter „Gleichen“ und das Interesse am Perspektivenwechsel.

Beide Seiten müssen sich in gleicher Weise auf die Gespräche und die Entwicklung des Programms vorbereiten und verantwortlich fühlen. Gerade der „Senior“ braucht hier am Anfang oft noch Unterstützung, um seine neue Rolle wirklich zu leben. Kickoffs sowie Einzeltermine zur Sensibilisierung (mit Teilnehmern und Projektteam) helfen.


Tipp 3: Das Programm intern vermarkten Wie so oft gilt: Gutes tun und darüber sprechen! Reverse Mentoring mit einem teilnehmenden Senior-Junior-Tandem ist super. Reverse Mentoring mit zehn teilnehmenden Paaren hat Potential. 100 Tandems – warum nicht daran denken? Erst, wenn etwas wirklich in ein Unternehmen dringt, kann sich etwas verändern. Das ist genau so auch mit Reverse Mentoring und der digitalen Kultur.

Also: Je mehr, desto besser. Wenn ein Executive sieht, dass sein Kollege einen Digital-Mentor hat, dann will er auch einen. Zack! Interne Werbung verstärkt diesen Effekt – und schnell automatisiert sich der Austausch zwischen Generationen.


Tipp 4: Nicht in alte Muster zurückfallen: Austausch auf Augenhöhe Nicht selten sehe ich Tandems, in denen dann doch der Senior dem Junior Karrieretipps gibt. Das ist schön und gut, muss auch nicht verboten werden, sollte aber nicht dazu führen, dass der Junior nicht mehr zu Wort kommt oder sein Input vernachlässigt wird. Im Kickoff, Vor- oder Nachbereitungsterminen sollte dies explizit aufgenommen werden. Ein begleitender Leitfaden mit Dos/Dont’s hilft ebenfalls.


Tipp 5: Externe Digital Natives ergänzen Internen Digital Natives (Trainees, etc.) fällt es oft schwerer die bestehenden Muster und Hierarchien (temporär) auszublenden und ganz offen und direkt zu agieren. Deshalb hilft es, zusätzlich auch auf externe Digital Natives zu setzen. Diese bringen neben knallharter Offenheit auch Erfahrungen aus anderen Unternehmen und zusätzliche Impulse – auch für die internen Digital Natives.


Fazit: Reverse Mentoring kann für Mitarbeiter, Führungskräfte und Organisation ein echter WIN-WIN(-WIN) sein Reverse Mentoring ist eine Investition in die Zukunft. Ein Startpunkt zur Stärkung der Lern- und Innovationskultur, die in Zeiten exponentieller Veränderung immer wichtiger wird. Es geht um digitalen Wissensaustausch, Ausbau der Digitalkompetenz und einen gegenseitigen Perspektivenwechsel. Davon profitiert die Organisation, Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen.


Reverse Mentoring ist kein Consulting Bla-Bla oder Change-Esoterik. Reverse Mentoring ist DAS Tool für lebenslanges Lernen. Es ist einfach, flexibel und bringt die Dinge auch einfach mal auf den Punkt. Ich bin ein Fan!



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