top of page
  • Digital8.ai LinkedIn
  • Digital8.ai Instagram
  • Whatsapp

Reverse Mentoring: Warum Offenheit allein nicht reicht

  • Autorenbild: Jonas Sowa
    Jonas Sowa
  • 8. Juni
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Die meisten Führungskräfte würden von sich behaupten, offen für Feedback zu sein. Auch für Feedback von Jüngeren. Die Frage ist nur: Was folgt daraus? 


WirtschaftsWoche, Zeitungsausschnitt, Reverse Mentoring

Genau das hat die WirtschaftsWoche in einem aktuellen Porträt über unser Netzwerk untersucht. Die Antwort ist ernüchternd: Tendenziell machen bei solchen Programmen jene Menschen mit, die ohnehin offen für Neues sind. Eine Studie der Harvard Business School kommt zu dem Ergebnis, dass diejenigen, die am meisten profitieren würden, am häufigsten auf eine Teilnahme verzichten. 


Das ist der Grund, warum Gunnar Kilian, damals Personalvorstand bei Volkswagen, nicht fragte, wer Interesse hat. Er verpflichtete ein Dutzend Top Manager in seinem Bereich zur Teilnahme an unserem Reverse Mentoring Programm.


Seine Nachfolge in Wolfsburg führte das Programm fort. Eine Abteilung hat ihre Büros umgestaltet, Trennwände entfernt und so bessere Zusammenarbeit ermöglicht. Ein anderer Bereich hat einen internen Chatbot verbessert. Themen, die ohne das Mentoring vermutlich liegen geblieben wären. 






Eva Egg & Gunnar Kilian, ehemaliger Personalvorstand bei VW
Eva Egg & Gunnar Kilian

Was Start up Gründerin Eva Egg VW Personalvorstand Gunnar Kilian beibrachte 


Im Frühjahr 2025 trafen sich die Teilnehmenden in Wolfsburg. Gunnar Kilian, damals Personalvorstand bei Volkswagen, bildete mit Eva Egg, 27, Gründerin des Start ups Scripe und Master in Machine Learning, ein Tandem. 


Gunnar wollte von Eva wissen, wie ihre Generation über Arbeit und Technologie denkt und ob er „jemanden wie Eva für den Großkonzern gewinnen könnte“. Außerdem ging es um seinen LinkedIn Auftritt.



Gunnar postete schon damals regelmäßig und fühlte sich auf der Plattform wohl. Eva riet ihm jedoch, sich selbst stärker in den Vordergrund zu stellen. 

Ihre Diagnose war klar: „Die meisten verstecken sich hinter dem Unternehmen.“ Der Algorithmus belohnt persönliche Einblicke, Material hinter den Kulissen und Themen, die Führungskräfte wirklich beschäftigen. Eva formuliert es in der WirtschaftsWoche so: „Personenmarken sollten teilen, was sie wirklich beschäftigt.“ 


Gerade für einen Vorstand eines Autokonzerns in der Krise ist das anspruchsvoll. Als Privatperson fällt persönliche Kommunikation leichter als in einer Rolle, in der jede Aussage Gewicht hat. Gunnars Abschied von Volkswagen im vergangenen Sommer änderte daran wenig: Der Austausch mit Eva ist geblieben. Laut WirtschaftsWoche sind beide bis heute in Kontakt, meist bei einem Spaziergang in Berlin. 


Seine Nachfolge in Wolfsburg führte das Programm weiter. Eine Abteilung gestaltete auf Empfehlung der jungen Gäste ihre Büros um, entfernte Trennwände und schuf mehr Raum für Zusammenarbeit. Ein anderer Bereich verbesserte einen internen Chatbot, der Mitarbeitenden bei Fragen zur Rente hilft. 



Reverse Mentoring bei Zeiss: TikTok, ChatGPT und effizientere Meetings 


Britta Alisa Layendecker, heute Finanzchefin bei Zeiss, arbeitete mit Dominik Klepek zusammen. Dominik ist 23 Jahre alt und Gründer zweier KI Start ups und Mentor von Digital8. Er zeigte ihr vor allem Routinen, die sich nach 16 Jahren im Konzernalltag eingeschlichen hatten und kaum noch hinterfragt wurden. 


Dominik Klepek

Founder | Forbes 30 Under 30 | 
TEDx Speaker | Reverse Mentor

Dominik Klepek

Founder | Forbes 30 Under 30 | TEDx Speaker | Reverse Mentor

Britta Alisa Layendecker

CFO | Executive MBA | 
zertifizierte Aufsichtsrätin

Britta Alisa Layendecker

CFO | Executive MBA | zertifizierte Aufsichtsrätin


Dazu gehörten feste Monatsmeetings, obwohl themenbezogene Abstimmungen oft sinnvoller gewesen wären. Ebenso einstündige Standardtermine, wo kurze und konkrete Absprachen gereicht hätten. Auch das Weiterleiten von Mails mit „FYI“ kam zur Sprache, wenn eine kurze Zusammenfassung für den Empfänger hilfreicher gewesen wäre. 

Dominik zeigte Britta außerdem, wie Teams Meetings mit KI Unterstützung dokumentiert werden können. So muss kein Kollege mehr fest für das Protokoll eingeplant werden. 


Auch TikTok wurde zum Thema. Zeiss hatte versucht, über die Plattform Talente anzusprechen und dafür Inhalte genutzt, die ursprünglich für Instagram gedacht waren. Dominik machte deutlich, dass TikTok anders funktioniert, eine eigene Sprache hat und andere Erwartungen erzeugt. Britta gab diesen Hinweis intern weiter: Wer TikTok nutzt, sollte die Plattform richtig bespielen. 


Für Dominik ist das ein typisches Muster. Traditionelle Unternehmen nutzen die Potenziale von Instagram und TikTok laut WirtschaftsWoche „nicht annähernd“. 


Digital8 und Reverse Mentoring: Der Mentee hat die Holschuld 


Was viele unterschätzen: Reverse Mentoring ist ein Format, bei dem Führungskräfte aktiv mitarbeiten müssen. Bei Digital8 arbeiten unsere jungen Expertinnen und Experten über mehrere Monate in festen Tandems mit erfahrenen Entscheiderinnen und Entscheidern zusammen.


Die Treffen finden regelmäßig statt, digital oder vor Ort, und drehen sich um konkrete Fragen aus dem Führungsalltag: Wie nutzt mein Team KI sinnvoller? Warum funktioniert unsere Ansprache auf TikTok nicht? Wie kann ich Entscheidungen schneller treffen? Oder wie werde ich als Führungskraft auf LinkedIn sichtbarer? 


Die Grundregel bei Digital8 lautet: „Nicht die Mentorin hat die Bringschuld. Der Mentee hat die Holschuld“, sagt unser Gründer Paul von Preussen in der WirtschaftsWoche. Die Führungskraft muss also eigene Themen einbringen, offen über Unsicherheiten sprechen und bereit sein, Routinen wirklich zu hinterfragen. 


Das Matching übernehmen wir bei Digital8 bewusst selbst. Führungskräfte wählen ihre Mentorinnen und Mentoren nicht eigenständig aus. Der Grund ist simpel: „Unbewusst suchen sie sich die Person aus, die sie früher einmal waren. Wir wollen aber Reibung im Tandem erzeugen“, sagt Paul. 


Unser Netzwerk umfasst aktuell 300 Expertinnen und Experten zwischen 16 und 30 Jahren. Dazu gehören...


  • Gründerinnen

  • Influencer

  • Tech Spezialisten

  • und junge Menschen mit klarer Expertise in Bereichen wie KI, Social Media, Recruiting, Technologie oder neuen Arbeitsweisen.


Einen Einblick in unsere Mentorinnen und Mentoren gibt es auf unserer Website. 


Wer Teil unseres Netzwerks ist, muss fachlich überzeugen und gleichzeitig die Persönlichkeit mitbringen, einer erfahrenen Führungskraft ehrliches Feedback zu geben. Paul formuliert es so: „Sie brauchen genug Persönlichkeit, jemandem, der vielleicht 1000 Leute unter sich hat, etwas zu sagen.“ 

Den ganzen Artikel findest du: hier

 


 
 
 

Kommentare


bottom of page